Medienpraxis
In unseren medienpraktischen Lehrveranstaltungen erhalten Sie Einblicke in die unterschiedlichen Schritte der Medienproduktion. Sie üben und lernen hier, Projekte zu planen und zu organisieren, umzusetzen und schließlich kritisch zu prüfen.
Die praktischen Erfahrungen im Umgang mit Aufnahmetechnik und Postproduktion sowie bei der Konzeption von eigenen Beiträgen, Filmen und anderen Medienprodukten fließen in die theoretische Auseinandersetzung sowie die weiterführende Lehre ein. Umgekehrt können abstrakte Theorien zu spannenden, praktischen Erfahrungen werden.
Übergeordnetes Ziel in unseren medienpraktischen Lehrveranstaltungen ist es, Ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, Medienprodukte kompetent und kritisch beurteilen zu können.
Technikausleihe
Über unsere Technikausleihe können Sie sich Equipment ausleihen, um an Ihren Projekten zu arbeiten. Anfragen an: ausleihe@medienwissenschaft.uni-bonn.de. Ab dem 01.01.2026 müssen Anfragen an mewi-ausleihe@ticket.uni-bonn.de gesendet werden.
Tutorien
Während der Tutorien können Sie Ihre praktischen Kenntnisse vertiefen und erhalten Unterstützung von unseren erfahrenen TutorInnen beim Umgang mit der Technik.
Audio
In den Audio-Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium wird der Umgang mit dem Mikrofon und den Aufnahmegeräten ebenso erlernt wie der digitale Schnitt (Multi-Track). Es werden Einblicke ins „Schreiben für das Hören“, in Interview- und Moderationstechniken gegeben, so dass zum Beispiel auch ein eigenes Nachrichtenmagazin produziert werden kann.
Die Modulabschlussprüfung im Bachelorstudium besteht aus einer Reportage für ein Radio- oder Podcast-Format. Sie entwickeln im Team ein gemeinsames Thema und setzen es individuell um, führen Interviews, schneiden die Originaltöne und sprechen selbst Texte ein. Wir haben dafür ein eigenes Radiostudio und eine SprecherInnen-Kabine.
Im Master haben die Audio-Lehrveranstaltungen wechselnde Themen. Auch hier werden medienpraktische Grundkompetenzen vermittelt: Wie schreibe ich Nachrichten? Wie mache ich eine Umfrage? Wie führe ich ein Interview? Wie produziere ich einen Radiobericht oder einen Podcast? Alle Beiträge können Sie zum einen für Praktikumsbewerbungen nutzen, zum anderen besteht die Möglichkeit, die Beiträge über das Campusradio bonnFM zu senden.
Video
Im Bereich Video legen wir die Grundlagen zum technischen Verständnis in den Bereichen der Konzeption, Kamera- und Tonarbeit und der Postproduktion. Viele ‚Hands on’-Einheiten ermöglichen die Erprobung des Mediums durch Praxis. ‚Kadrierung’, ‚Matchcut’ oder ‚Farbtemperatur’ bleiben da keine theoretischen Konstrukte mehr.
Unterstützt wird der praktische Teil durch theoretische Einstreuungen aus filmischen, dramaturgischen, journalistischen oder auch schnittästhetischen Diskursen. Außerdem ergänzen und erweitern die umgebenden Vorlesungen und Seminare aus dem Bereich Filmwissenschaft die im Praktischen erlernten Fähigkeiten und Begrifflichkeiten.
Die hergestellten Produkte reichen dann, je nach Schwerpunkt, von kleinen szenischen Umsetzungen über dokumentarische Formate bis hin zum experimentellen Film.
Bei all diesen Praxisprojekten stehen Produktions- und Projektplanung, Teamarbeit und Stoffentwicklung mit auf dem Programm.
Fotografie
Die Fotografiekurse vermitteln praktische Kenntnisse und Medienkompetenz im Umgang mit fotografischen Bildern und ihren unterschiedlichen Verwendungskontexten. Dabei gehen die Kurse der Frage nach, welche Rolle die Fotografie in gesellschaftlichen, ästhetischen und medialen Zusammenhängen einnimmt. Durch eine vielfältige Medienpraxis sowie die gemeinsame Auseinandersetzung mit zeitgenössischen fotografischen Positionen und Diskursen wird eine Schnittstelle zwischen ästhetischen Übungen und fotografischem Grundwissen geschaffen.
In den Lehrveranstaltungen Fotografie I und II des Bachelorstudiums werden Sie ausgehend von analoger Fotografie über digitale Verfahren bis hin zu KI-gestützter Bildproduktion durch praktische Übungen angeleitet. Die intensive, entschleunigte Beschäftigung mit dem Medium im hauseigenen Fotolabor sowie das offene Experimentieren mit analogen Kameras und Techniken fördern Aufmerksamkeit und Wahrnehmung in der fotografischen Arbeit und vertiefen das Verständnis des Mediums und seiner Entwicklungen. Darauf aufbauend werden digitale Techniken und Produktionsprozesse vermittelt, darunter digitale Bildbearbeitung, der Umgang mit Bildrechten sowie das Erforschen abstrakter Darstellungsformen, Materialien und möglicher Präsentationsformen.
Mit dem Ziel, ein eigenes fotografisches Projekt zu realisieren, entwickeln Sie anschließend ein Konzept, das Sie unter Begleitung der Lehrkraft umsetzen. Im praktischen Arbeiten reflektieren Sie Ihre Verantwortung und Ihre Rolle als FotografIn und setzen sich aktiv mit Ihren gestalterischen und inhaltlichen Entscheidungen auseinander. Dadurch erwerben Sie intensive Einblicke in die Produktionsabläufe und können diese in Ihre Beurteilungskompetenzen übertragen.
Im Masterstudium sind die Foto-Lehrveranstaltungen einsemestrig angelegt und legen daher den Schwerpunkt auf den Umgang mit digitaler Fotografie sowie auf die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen.
Einblicke aus dem Fotopraxis Kurs
Online
In den praktischen Übungen Medienpraxis Online lernen Sie die Tätigkeiten eine/s Online-Redakteurs/in kennen. Im Bachelorstudiengang Medienwissenschaft werden die technischen, inhaltlichen und gestalterischen Grundlagen für multimediale Publikationen im Internet vermittelt: vom stilgerechten Schreiben fürs Netz bis zu den Grundlagen der HTML-Programmierung.
Im Masterstudiengang Medienwissenschaft steht die inhaltliche Arbeit im Vordergrund. Journalistische Fähigkeiten wie Themenrecherche, Interviewführung, Textarbeit oder Korrekturlesen werden auf praktische Weise vermittelt und erarbeitet. Die Themenschwerpunkte variieren, pro Semester soll jedoch möglichst ein Oberthema durch Reportagen, Interviews, Berichte, Kommentare, Glossen etc. beleuchtet werden. Die Beiträge werden am Ende des Semesters veröffentlicht und können auch für Praktikumsbewerbungen genutzt werden.
Medienlabor
Die unterschiedlichen Forschungsmethoden der Medienwissenschaft werden sowohl im Bachelor-, als auch im Masterstudiengang einschlägig behandelt und vertieft. Für Forschungsprojekte und Modulabschlüsse in diesem Bereich steht ein Methodenlabor im Institut zur Verfügung.
Mit vier Arbeitsplätzen bietet das Methodenlabor moderne Hardware sowie Software für unterschiedliche Forschungsvorhaben. Mit Programmen für die qualitative Datenanalyse können so z.B. Bild- und Videoanalysen durchgeführt werden oder Daten aus Interviews und Beobachtungen transkribiert und analysiert werden. Es stehen weiterhin SPSS, NVivo und Excel für quantitative Datenanalysen zur Verfügung. Darüber hinaus ist es möglich, Usability- und User Experience-Tests vor Ort mit Probanden durchzuführen, u.a. mit Hilfe der Eye Tracking-Methode.
Fragen zur Nutzung des Methodenlabors an sebastian.randerath@uni-bonn.de
Computernutzung
In der Abteilung Medienwissenschaft können die Schnittprogramme von Studierenden der Medienwissenschaft, sowohl auch von Studierenden anderer Fachbereiche genutzt werden. Vorzugsweise während der Tutoriumszeiten oder zur freien Arbeit in unserem TV-Studio, in dem ebenfalls zwei Schnittplätze vorhanden sind (Final Cut, Davinci Resolve, Audacity). Während der Öffnungszeiten unserer Institutsbibliothek können Sie sich dort einen Transponder für unsere Schnitträume ausleihen, um eigenständig an Ihren Projekten zu arbeiten.In der Abteilung Medienwissenschaft können die Schnittprogramme nach Abstimmung und technischer Einweisung von Studierenden anderer Fachbereiche genutzt werden. Bei Interesse wenden Sie sich gerne per Mail an ausleihe@medienwissenschaft.uni-bonn.de.
Studierende der Medienwissenschaft produzieren Filme für Ausstellung
Die Studierenden des Videopraxisbereichs der Medienwissenschaft haben im Laufe des SS 2018 zahlreiche Filme für die Ausstellung „Mitten im Wissen - 200 Jahre Universität- und Landesbibliothek Bonn“ produziert, welche noch rund zwei Jahre im Foyer des Lesesaals an der Adenauerallee besucht werden kann. Die Filme führen hinter die Kulissen des Bibliothekswesens und beleuchten die 200-jährige Geschichte der Institution.