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Master Medienwissenschaft

Der viersemestrige, forschungsorientierte Masterstudiengang knüpft konsekutiv an das in einem B.A.-Studiengang erworbene Wissen über Medialität und deren Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Kommunikation sowie an eingeübte Kompetenzen in der Analyse von Medien und Mediensystemen an. Er bietet die Möglichkeit zur Schwerpunktsetzung anhand der Profile „Medien und Gesellschaft“ (sozialwissenschaftliches Profil) und „Medien und Ästhetik“ (film- und fernsehwissenschaftliches Profil). Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung zwischen wissenschaftlicher Forschung zur Medienkommunikation (Medienwirkung und Mediengestaltung) mit der medienpraktischen Ausbildung der Studierenden. Absolventinnen und Absolventen sollen so befähigt werden, Medien sowohl theoretisch und politisch als auch in ihrer ästhetischen Gestaltung zu verstehen und – in Grenzen – auch selbst zu produzieren. Der Master qualifiziert für die Promotion.

Studienverlauf

Die Module dieses Master-Programms bauen sukzessive aufeinander auf. Die Pflichtmodule G1, G2 und G3 sind im Laufe der ersten beiden Semester zu absolvieren. Ab dem zweiten Semester erfolgt die Profilbildung entweder in Richtung auf sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Medien (Medien in sozialer Kommunikation, Wirtschaft, Politik und Bildung) oder Audiovisuelle Medien (Ästhetik, Theorie, Geschichte und Analyse von Film und Fernsehen). Dementsprechend werden aus dem Wahlpflichtbereich die Veranstaltungen eines der beiden Bereiche im Umfang von 24 LP, des jeweils anderen Bereichs im Umfang von 12 LP gewählt. Auf diese Weise wird eine Profilbildung der Studierenden ermöglicht, aber nicht erzwungen. Am Ende erfolgt das Forschungsmodul (G4), das mit einer gründlichen Betreuung der individuellen Projekte und durch eine Vertiefung von Forschungsmethoden auf das Verfassen der Masterarbeit vorbereitet bzw. die Abschlussarbeit flankiert. Die Module werden mindestens einmal in zwei Studienjahren, meist aber jährlich angeboten. Hier wird das Angebot der Module so koordiniert, dass die Module sämtlicher vorgeschriebenen sowie fachlich sinnvollen Modulkombinationen im Sinne der idealen Verlaufspläne studiert werden können. So soll sicher gestellt werden, dass das Master-Studium nach dem 2. Studienjahr abgeschlossen werden kann.

Der Master Medienwissenschaft ist in einen Pflicht- und einen Wahlpflichtbereich eingeteilt.

Der Pflichtbereich (G) enthält neben dem externen Praktikum die folgenden vier Module:

  • G1: „Medienwissenschaftliche Theorien und Methoden“ (Plenum und zwei Seminaren),
  • G2: „Medienpraxis“, (zwei Übungen),
  • G3: „Mensch, Kultur und Technologie“ (Plenum und zwei Seminare)
  • G4: „Forschungsmodul“ (zwei Seminare).

Im Praxismodul G2 werden Module in den Bereichen

  • Radio/Audio,
  • Film/Video,
  • Fotografie/Ausstellungkonzeption und
  • Multimedia/Online Media

angeboten.

Die Pflichtmodule G1-3 sind im Laufe der ersten beiden Semester zu absolvieren.

Ab dem zweiten Semester erfolgt die Profilbildung entweder in Richtung einer sozialwissenschaftlichen Perspektive auf Medien (Medien in sozialer Kommunikation, Wirtschaft, Politik und Bildung) oder einer kulturwissenschaftlichen Perspektive auf Audiovisuelle Medien (Ästhetik, Theorie, Geschichte und Analyse von Film und Fernsehen).
Folgende Module werden angeboten:

  • AV1: Ästhetik der Audiovisuellen Medien (zwei Seminare)
  • AV2: Intermedialität und Online Media (zwei Seminare)
  • AV3: Medienkulturen im historischen Prozess (zwei Seminare).

Im Bereich der sozialwissenschaftlichen Perspektive auf Medien stehen die Vertiefungsmodule

  • SOZ 1: Mediengeschichte und soziale Kommunikation (zwei Seminare)
  • SOZ 2: Medien in Bildung und Wirtschaft (zwei Seminare)
  • SOZ 3: Internationale Medien und Medienpolitik (zwei Seminare)

zur Auswahl.

Zulassung

Der Masterstudiengang Medienwissenschaft kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Es besteht ein Orts-NC.

Für die Aufnahme eines Studiums müssen ausländische Studienbewerberinnen und -bewerber, die Ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht an einer deutschen oder deutschsprachigen Schule erworben haben, ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen (DSH 2).

Für Bewerbung und Zulassung ist das Dekanat der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn zuständig, nicht die Abteilung für Medienwissenschaft. Die Einschreibung erfolgt im Studentensekretariat der Universität Bonn. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bewerberinnen und Bewerber für ein höheres Fachsemester können sich über das Verfahren und Fristen hier informieren. Den Antrag auf Anrechnung von Prüfungs- und Studienleistungen bzw. die Bescheinigung über eine entsprechende Nichtanrechnung finden Sie auf den Websites des Prüfungsbüros der Philosophischen Fakultät.

Studieninhalte

Der Master Medienwissenschaft bietet Ihnen folgende Inhalte:

  • die Vertiefung theoretischer und methodischer Kenntnisse zum Verständnis medialer Kommunikation sowie die Anwendung sozial- und kulturwissenschaftlicher Methodenkenntnisse in Theorie und Praxis;
  • die Vertiefung medienpraktischer Kenntnisse mit dem Ziel der selbstständigen Beherrschung ästhetischer wie technischer Rahmenbedingungen in der praktischen Medienproduktion;
  • den Erwerb von Kenntnissen über Zusammenhänge zwischen menschlicher Wahrnehmung und medialer Technologie, zwischen der Konstruktion der Realität und ihren medialen Faktoren sowie über kulturellen Wandel durch Medien und Technologie;
  • den Erwerb vertiefender Kenntnisse der Ästhetik audiovisueller Medien, des Films und des Fernsehens, seiner Gattungen und Genres, Formen und Formate unter Berücksichtigung verschiedener audiovisueller Kulturen wie auch medienhistorischer Kontexte;
  • das Verständnis inter- und transmedialer Phänomene, die als Kombination mindestens zweier als distinkt wahrgenommener Medien begriffen werden. Neben klassischen Feldern der Intermedialität werden Netzkommunikation, Hypertexte und ihre Verwendungsformen sowie Netzkulturen analysiert;
  • das vertiefte Verständnis der Interaktionsweisen von Mensch und Technologie sowie Mediatisierung der Gesellschaft;
  • den Erwerb von Kenntnissen über Modelle der Mediengeschichtsschreibung, über Entwicklungslinien von Medien und ihren Beziehungen im historischen Prozess, über zeitgeschichtliche Bezüge audiovisueller Medien und ihrer epistemischen Hintergründe und Diskurskontexte sowie die Typologie von Formen und Formaten;
  • den Erwerb vertiefter Kenntnisse über das Wechselverhältnis von Medien und Gesellschaft in diachroner und synchroner Betrachtung;
  • den Erwerb vertiefter Kenntnisse über die Rolle, die moderne Medien in der Wirtschaft (Unternehmenskommunikation, PR) und in Bildungsprozessen spielen sowie über Konzepte von „Media Literacy“ als wichtigem Ziel einer Medienbildung;
  • den Erwerb von Kenntnissen über internationale Mediensysteme, die Bedeutung von Medien als politischen Faktoren, in der politischen Kommunikation, der Entwicklungszusammenarbeit und in ihren länder- und kulturspezifischen Ausprägungen.

Modulhandbuch und Prüfungsordnung

Das Modulhandbuch und die Prüfungsordnung finden Sie im Downloadbereich.

Links und Dokumente

Links und Dokumente finden Sie im Downloadbereich.

 

 

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