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Zoe Dackweiler, Medienwissenschaft (B.A.), 2. Fachsemester

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In einem durch Instagram, Netflix und Twitter geprägten Leben, wie es sich für eine junge Erwachsenen des 21. Jahunderts gehört, interessierte ich mich nach anfänglicher, stereotypischer Nutzung tatsächlichauch genauer für den Begriff „Medium“, seinen Gebrauch und dafür, wie Medien unsere heutige Gesellschaft formen und prägen. Nach dem Erhalt der allgemeinen Hochschulreife wusste ich leider nur schwammig, welchen Weg ich zukünftig einschlagen sollte, Hauptsache er würde sich mit dem Thema „Medien“ beschäftigen. Mein Interesse für journalistisches Arbeiten, sowie die Begeisterung für Filmwissenschaften und Fotographie, bewegte mich dazu, mich für den Bachelorstudiengang der Uni Bonnzu bewerben. Gerade in meinem Fall war die Kombination mit dem Fach „Sprache und Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft“ als 2-Fach-Bachelor ideal, um zusätzlich sprachliche, kommunikative und interkulturelle Kompetenzen zu erlernen. Nachdem ich mich mit dem Modulhandbuch auseinandergesetzt hatte, erschien mir die Kombination aus Medientheorien, Methodenausbildung, Film- und Fernsehwissenschaft und Medienkultur, sowie praktischen Kursen zu Radio, Fotographie etc. deshalb genau richtig.

Das erste Semester empfand ich anfangs als sehr theorielastig und schwierig, gerade ein Modul über Methoden der Medienwissenschaft ließ mich mit Zweifeln über meine Wahl zurück. Obwohl wir in der Schulzeit grob darauf vorbereitet wurden, waren viele Texte, das wissenschaftliche Arbeiten und die Seminare ungewohnt, kompliziert und zeitaufwendig. Nach einigen Wochen legte sich meine Sorge allerdings schnell, da ich die Theorien als zunehmend spannend ansah, mir die Filmwissenschaften und insbesondere der praktische Kurs über analoge Fotographie sehr viel Spaß bereiteten.

Im zweiten Semester belegte ich u.a. das Seminar „Digitale Bildkulturen“, in welchem durch die Diskussion verschiedener Bildbegriffe und der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen bildanalytischen Verfahren soziale Plattformen, wie z.B. Instagram, sowie Bildtypen wie Selfies, Memes und Gifs analysiert und untersucht werden konnten. Auch im Seminar „Journalismus im digitalen Zeitalter“ besprachen wir aktuelle Themen und orientierten uns dabei immer an der zentralen Thematik, welche Eigenschaften Journalismus von Heute erfüllen muss, bzw. diskutierten die Frage der Aktualität von klassischen Printmedien im Hinblick auf die Erwartungen und Ansprüche der jungen Generation und die journalistische Nutzung von sozialen Plattformen wie Twitter.

Das Institut ist sehr zentral gelegen, die kleine Bibliothek lässt keine Wünsche offen und ist perfekt, um ungestört über Theorien zu grübeln und an Hausarbeiten zu verzweifeln. Insgesamt sind die Räume modern gestaltet und mit neuester Technik ausgestattet. Besonders das Arbeitsklima ist herausragend, kleine Gruppen von 15-30 Leuten ermöglichen ein intensives, und wer es mag, persönliches Studium, so dass die Dozenten ausführlich auf Fragen reagieren können. Hervorheben möchte ich auch die Fachschaft, an die man sich wirklich jederzeit bei Fragen und Problemen wenden kann und die durch zahlreiche Aktionen, wie Partys, Weihnachtsfeiern, etc. auch neben dem Studium viel Spaß garantieren.

Mein Fazit: Insgesamt kann ich den Studiengang für alle empfehlen, die sich mit Medientheorien- und ästhetik genauso gerne und intensiv beschäftigen möchten wie mit journalistischen Themen und dem Einfluss sozialer Netzwerkeauf den Alltag. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass das Fach sehr theoretisch ausgelegt ist und deshalb insbesondere mediale Theorien und philosophische Betrachtung im Vordergrund stehen. Die Praxiskurse lassen dabei aber meist keine Wünsche übrig, einzig kreatives Arbeiten, gerade journalistisches Schreiben, dürfte meiner Meinung nach auch im Studium mehr gefördert werden. Projekte wie der Medienblick, Campus TV oder das Hochschulradio bieten aber eine gute Alternative, um in seiner Freizeit auch praktische Erfahrungen zu sammeln.

 

 

veröffentlicht im Oktober 2018

 

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