Sie sind hier: Startseite Forschung Laufende Forschungsprojekte Prof. Dr. Schröter (mit Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger, Dr. Stefan Meretz, Dr. Hanno Pahl, und Dr. Manuel Scholz) "Die Gesellschaft nach dem Geld. Eine Simulation", VW-Stiftung, Beginn vorauss. 1.10.2018, Laufzeit 4 Jahre

Prof. Dr. Schröter (mit Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger, Dr. Stefan Meretz, Dr. Hanno Pahl, und Dr. Manuel Scholz) "Die Gesellschaft nach dem Geld. Eine Simulation", VW-Stiftung, Beginn vorauss. 1.10.2018, Laufzeit 4 Jahre

Prof. Dr. Schröter ist Sprecher des gemeinsam mit Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger, Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie, Aachen; Dr. Stefan Meretz, Commons-Institut, Bonn; Dr. Hanno Pahl, Wirtschaftssoziologie, Luzern/München und Dr. Manuel
Scholz-Wäckerle, Komplexitätsökonomik, Wien bei der VW-Stiftung beantragten Projekts "Die Gesellschaft nach dem Geld. Eine Simulation", Beginn vorauss. 1.10.2018, Laufzeit 4 Jahre

Nach der „Eröffnung eines Dialogs“ soll das explorative Projekt „Die Gesellschaft nach dem Geld“ in die nächste Phase geführt werden: „Eine Simulation“. Sind post- oder nicht-monetäre Ökonomien nicht nur theoretisch denkbar, sondern auch simulierbar? Besonders die Commons-Forschung liefert hierfür vielversprechende Inspirationen. Die Auszeichnung von Elinor Ostrom mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 honorierte eine Forschung, in der die prinzipielle Tragfähigkeit solcher Commons-Ökonomien unter spezifischen Bedingungen gezeigt wurde.
Obwohl die agentenbasierte Simulation ein weitverbreitetes Mittel ökonomischer Forschung ist, gehen solche Simulationen in der Regel immer und unbefragt von monetären und
marktförmigen Ökonomien aus. Im Projekt soll, ausgehend von den Kompetenzen der Antragssteller sowohl in der Implementierung solcher Simulationen als auch in ihrer historischen, (medien)theoretischen und soziologischen Reflektion und Analyse, erstmalig ein Simulationsmodell einer nicht-monetären und nicht-marktförmigen Ökonomie entwickelt werden. Dabei sollen Möglichkeiten und Probleme dieser Ökonomien – etwa neue Formen der Bedürfnisvermittlung und Konfliktregulation sowie Einbeziehung der sozialen Reproduktion – getestet und der Prozess der Verfertigung solcher Simulationen (z. B. hinsichtlich der Simulation kommunikativer Prozesse) selbst beobachtet, dokumentiert und reflektiert werden. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion um ökonomische und ökologische Krisen ist der Versuch andere Ökonomien zu simulieren von höchster gesellschaftlicher Relevanz.

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